–>Kaufentscheidung.

Ein Phänomen, bei dem eine KI (insbesondere LLMs) überzeugend klingende, aber faktisch falsche Informationen generiert. Im Marketing-Content-Management eine wichtige Fehlerquelle, die geprüft werden muss.

Der Halo-Effekt (auch Hof-Effekt, von griech. hálos Lichthof) ist ein psychologischer Effekt, der bei der Wahrnehmung und Beurteilung von Objekten auftritt.
Beispiele:
Einzelne Eigenschaften oder Merkmale eines Produktes erzeugen einen positiven oder negativen Gesamteindruck, der sich entsprechend auf die weitere Wahrnehmung und Beurteilung des Produktes durch den Kunden auswirkt.
Der erste Eindruck von einem Verkäufer wirkt sich positiv oder negativ auf die Beurteilung seiner Eigenschaften und Verhaltensweisen durch den Kunden aus.
Einzelne Fragen in einem Fragebogen lösen beim Befragten positive oder negative Gedanken und Gefühle aus und beeinflussen dadurch dessen Antwortverhalten bei den weiteren Fragen (–>Fragebogenaufbau).

Der Begriff Handel kann im funktionellen und im institutionellen Sinne verstanden werden. Handel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie beschaffen, an Dritte absetzen, ohne sie in der Regel selbst zu be- oder verarbeiten. In der Praxis wird der Begriff im Allgemeinen auf den Austausch von meist beweglichen Sachgütern (Waren), bezogen.
Handel im institutionellen Sinne sind diejenigen Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Handel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist. Es handelt sich dabei um Handelsunternehmen bzw. Handelsbetriebe.

Agenturen sind –>Absatzhelfer, die in fremdem Namen und auf fremde Rechnung arbeiten, teilweise mit und ohne Lagerhaltung. Sofern sie im Rahmen eines Handelsbetriebes tätig sind, spricht man von Handelsagenturen. Die Finanzierung der Agenturware erfolgt durch den Hersteller bzw. Lieferanten. Er ist auch zur Rücknahme verpflichtet, wenn die Ware nicht verkäuflich ist. Er trägt somit das volle Produktions- bzw. Absatzrisiko. Als Eigentümer der Ware kann der Hersteller bzw. Lieferant den Agenturen die Verkaufspreise vorschreiben. Das Agentursystem ermöglicht quasi eine vertikale Preisbindung.

Im Rahmen der Handelsforschung wird hauptsächlich die Struktur des für den Vertrieb der eigenen Produkte wichtigen Teils des Handels untersucht. Für den Anbieter ist es von Interesse, welche –>Betriebsformen an Bedeutung gewinnen oder verlieren, um entsprechende Entscheidungen treffen zu können. Teilweise ergeben sich Informationen aus der Untergliederung der quantitativen Marktforschung. Dort gibt es eine Einteilung nach Organisationsformen des Handels. Diese Daten sind warengruppenbezogen, was natürlich für den einzelnen Hersteller von größerer Relevanz ist als eine allgemeine Entwicklungstendenz der Betriebsformen mit allen Warengruppen.
Ferner beschäftigen sich Verbände und Institute mit der Handelsforschung (Ifo-Institut, München; Institut für Handelsforschung an der Universität Köln; BBE), sodass auf diesem Gebiet umfangreiches sekundärstatistisches Material vorhanden ist.

Unter den Handelsfunktionen werden diejenigen Aufgaben verstanden, die der Handel im Distributionsprozess für die Hersteller und Verwender von Produkten übernimmt. Zu unterscheiden sind folgende Funktionen:
Raumüberbrückungsfunktion Der Handel überbrückt die räumliche Distanz zwischen den Herstellern und Verwendern der Produkte.
Zeitüberbrückungsfunktion Der Handel überbrückt die zeitlichen Unterschiede zwischen der Herstellung und Verwendung der Produkte, indem er diese bis zum Abverkauf lagert.
Qualitätsfunktion Der Handel kauft Produkte von verschiedenen Herstellern ein und stellt sie für seine Kunden zu bedarfsgerechten Sortimenten zusammen.
Quantitätsfunktion Der Handel kauft bei den Herstellern große Mengen ein und verkauft sie in kleinen Mengen an die Verwender weiter.
Werbefunktion Der Handel betreibt Werbung und Verkaufsförderung für die Produkte.
Kreditfunktion Der Handel gewährt seinen Kunden Kredit, um den Kauf zu erleichtern.
Für die Übernahme dieser Funktionen erhalten die Händler von der Industrie Funktionsrabatte und von ihren Kunden eine –>Handelsspanne.

Eine Handelsgruppe ist ein Zusammenschluss von Handelsbetrieben, etwa in einer –>Freiwilligen Kette bzw. Gruppe oder in einer Verbundgruppe (wie etwa »Edeka«) sowie Zusammenschlüsse von Unternehmen zu Zwecken des gemeinsamen Einkaufs.

Die Handelskette (Distributionskette) stellt die –>Absatzwege von Produkten vom Hersteller zum gewerblichen oder privaten Verwender dar. Die Handelskette wird von Marktteilnehmern gebildet, welche die Güter in eigenem Namen und auf eigene Rechnung beschaffen bzw. absetzen. Ferner wird der Begriff auch im Sinne –>Freiwillige Kette verwendet.

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