Die Gesamtmenge der Elemente, die untersucht werden. Diese ist zu Beginn einer Untersuchung genau zu definieren.
Aus der Grundgesamtheit wird eine –>Stichprobe gezogen, die repräsentativ für die Grundgesamtheit sein soll. Beispiel für die Grundgesamtheit: alle Einwohner von München im Alter von über 18 Jahren.

–>Nutzen.

Eine qualitative Befragungstechnik, bei der eine Gruppe von (Ziel-) Personen unter der Leitung eines Moderators zu einem interessierenden Thema diskutiert. Die ablaufenden Interaktionen sowie die Gruppendynamik geben meist einen guten Einblick in Einstellungen und Motivationsstrukturen der Teilnehmer, aber auch in Gedankengänge und Argumentationsketten der Verbraucher hinsichtlich bestimmter Produktverwendungen.
Der wesentliche Vorteil der Gruppendiskussion ist die interaktive Gesprächssituation, die durch das Zusammentragen eines vielschichtigen Meinungsbildes mehr Anregung für jeden Teilnehmer schafft und somit besser zum Herausarbeiten der Pros und Contras geeignet ist als das herkömmliche Interview. Besondere Beachtung ist der Auswahl der Teilnehmer sowie der Professionalität des Moderators zu schenken, um ein möglichst stellvertretendes Abbild des interessierenden Zielsegments zu erhalten und Einflussnahme des Moderators auszuschließen.
Die Gruppendiskussion hat keinen Repräsentativitätscharakter, sie ist vielmehr als wichtiges und äußerst ergiebiges Instrument zur Gewinnung von –>Hypothesen, Optimierung von Konzepten und Produkten oder als Vorstufe zu quantitativen Untersuchungen zu betrachten.

–>Kartell.

Unter Gruppengüter-Marketing versteht man Vermarktungsprozesse, bei denen der Nutzen des einzelnen Käufers von der Anzahl und/oder vom Verhalten anderer Käufer abhängig ist (vgl. Voeth 2003). Beispiele dafür sind
Familienkäufe
Einkaufsgemeinschaften
Sammelbestellungen
Reiseveranstaltungen
Power Shopping und
Kommunikationsdienste wie etwa –>MMS.
Das Gruppengüter-Marketing hat eine stark wachsende Bedeutung, weil moderne Informations- und Kommunikationstechnologien es den Nachfragern ermöglichen, ihren Bedarf aufeinander abzustimmen und zu bündeln (–>Power Shopping).

Vor allem in gesättigten Märkten setzen Unternehmen Marketingstrategien mit dem Ziel ein, Wettbewerbern Marktanteile abzujagen. Je nach Charakter und Einsatzintensität dieser Maßnahmen fasst man diese Strategien unter dem Schlagwort »Guerilla-Marketing« zusammen. Zwei Ansätze werden unterschieden: Zum einen spricht man von einer destruktiven Zermürbungs- und Angriffsstrategie, wenn der Wettbewerber durch permanente Attacken (z. B. rechtliche Einsprüche gegen eine Werbekampagne; Promotion vor einem Outlet, während der Konkurrent eine im Outlet veranstaltet) zermürbt werden soll. Konstruktiver Natur ist dagegen das 1986 von Ries und Trout (Ries, A./Trout, J.: Marketing Warfare, New York u. a. 1986) entwickelte Guerilla-Marketingkonzept, das auf drei Prinzipien basiert:
Auffinden einer –>Marktnische (Produkt, Region, Zielgruppe)
Schlanke Organisationsstruktur (um Kosten zu sparen und schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können)
Flexibilität (schnelles Verlagern der Ressourcen von unattraktiver zu attraktiver Nische).

Der Gütegrad des Zahlungsverhaltens ist eine dimensionslose Kennzahl für die –>Zahlungsmoral eines Kunden. Diese Kennzahl ergibt sich dadurch, dass man die vereinbarte Zahlungsfrist durch die tatsächliche Zahlungsfrist dividiert:

Wenn mit einem Kunden mehrere Umsätze pro Jahr getätigt werden, muss der durchschnittliche Gütegrad des Zahlungsverhaltens (G) ermittelt werden. Dieser ergibt sich, indem man die durchschnittliche Soll-Umschlagsdauer der Forderungen (Soll-UDF) durch die durchschnittliche Ist-Umschlagsdauer der Forderungen (Ist-UDF) dividiert:

Die durchschnittliche Umschlagsdauer der Forderungen ist das gewogene arithmetische Mittel der einzelnen Zahlungsfristen.
Ein Gütegrad von 1 bedeutet, dass der Kunde die vereinbarten Zahlungsfristen genau eingehalten hat. Ein Gütegrad von kleiner (größer) als 1 besagt, dass der Kunde die Zahlungsfristen entsprechend überschritten (unterschritten) hat. Bei einem totalen Ausfall der Forderungen beziehungsweise Zahlungen wäre der Gütegrad gleich null.
Ein Beispiel zur Ermittlung des durchschnittlichen Gütegrades findet sich unter dem Stichwort –>Umsatz-Konditionen-Bonus.

Güter sind Mittel zur direkten oder indirekten Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, d. h. –>Konsum- und –>Produktionsgüter. Die meisten Güter sind knapp, so dass die Menschen bereit sind, einen bestimmten Preis dafür zu bezahlen. Solche Güter werden als wirtschaftliche Güter bezeichnet. Wenn die Nachfrage beim Preis von null kleiner ist als das Angebot, handelt es sich um freie Güter. Freie Güter werden zu wirtschaftlichen Gütern, wenn die Nachfrage beim Preis von null über das Angebot hinauswächst. Beispiel: Parkplätze.

–>Produkttypologie.

–>Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen.

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