Als Einkommenselastizität der Nachfrage (EN) bezeichnet man das Verhältnis zwischen der relativen Änderung der nachgefragten bzw. abgesetzten Menge (q) eines Produktes und der relativen Änderung des Einkommens (y) eines oder mehrerer Konsumenten:
Nach dem numerischen Wert der Einkommenselastizität sind vier Fälle zu unterscheiden:
Ist der Koeffizient positiv und größer als 1, ist die Nachfrage in Bezug auf das Einkommen elastisch
Ist der Koeffizient positiv und kleiner als 1, ist die Nachfrage in Bezug auf das Einkommen unelastisch (z. B. Wohnungsbedarf)
Ist der Koeffizient gleich null, ist die Nachfrage in Bezug auf das Einkommen vollkommen unelastisch
Ist der Koeffizient negativ, handelt es sich um inferiore –>Konsumgüter.

Begriff aus der TV- und Radioforschung. Sie gibt den prozentualen Anteil der Nutzer einer Sendung oder eines Senders innerhalb der betrachteten Grundgesamtheit, z. B. aller TV-Haushalte, an.
Zur Ermittlung von Einschaltquoten existiert in Deutschland ein nationales TV-Panel, das »AGF/GfK-Fernsehforschungspanel«. Bei den teilnehmenden Haushalten wird mit Hilfe eines sogenannten Telemeters sekundengenau und personenindividuell die Fernsehnutzung gemessen.
Aus diesen Daten errechnet sich die Einschaltquote einer Sendung, indem die Nutzungsanteile der Personen addiert werden: Personen, die die Sendung komplett gesehen haben, zählen dabei als ganze Seher. Solche, die nur einen Teil gesehen haben, zählen entsprechend ihrem prozentualen Anteil, also z. B. bei 50% als halbe Seher.

–>Argumentation.

Gehört zusammen mit –>Emotionen und –>Motivation zu den aktivierenden Prozessen und damit zu den menschlichen Antriebskräften. Die Einstellung ist die Haltung oder Prädisposition von Menschen gegenüber Objekten (Kroeber-Riel).
Einstellungen werden hauptsächlich von affektiven (emotionalen, motivationalen) sowie von kognitiven Komponenten (Wahrnehmung, Lernen, Entscheidung) geprägt.
Objekte der Einstellung sind neben Gegenständen, Produkten und Marken auch Menschen, Situationen und Sachverhalte. Einstellungen zeigen also eine Einschätzung der Umwelt durch Menschen auf. Aus der Einstellung zu einem Objekt folgt auch die Bereitschaft zu einer Reaktion bzw. zu einem Verhalten, z. B. Kauf. Einstellungen sind relativ dauerhaft und zwischen einzelnen Menschen und Kulturen recht unterschiedlich. Bei der Marketingforschung spielen sie insbesondere im Bereich der Konsum- und –>Verbraucherforschung eine Rolle. Dabei verwendet man auch den Begriff –>Image.

Einwände von Kunden können vor und nach dem Kauf auftreten. Ein Einwand vor dem Kauf bedeutet, dass der Kunde noch Bedenken hat; er ist interessiert, aber noch nicht einverstanden oder überzeugt. Es handelt sich also um den wahren Grund für die Ablehnung des Angebotes bzw. um ein vorläufiges Nein. Beispiel: zu teuer und/oder zu lange Lieferzeit. Kaufwiderstände in Form von Einwänden können vom Verkäufer durch eine gezielte –>Argumentation und/oder durch entsprechende Zugeständnisse überwunden werden. Zuvor sollte jedoch durch ein –>hypothetisches Zugeständnis geklärt werden, ob der jeweilige Kaufwiderstand wirklich ein Einwand oder nur ein –>Vorwand ist. Einwände nach dem Kauf sind berechtigte –>Reklamationen.

Einzelhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Betriebe Waren von Herstellern, Großhändlern, Importeuren etc. beschaffen und ohne nennenswerte Bearbeitung an private Haushalte verkaufen.
Unter Einzelhandel im institutionellen Sinne versteht man Betriebe, die ausschließlich oder überwiegend Einzelhandel im funktionellen Sinne betreiben. Diese werden auch als Einzelhandelsunternehmung, Einzelhandelsbetrieb oder Einzelhandlung bezeichnet. Handel, (–>Handelsfunktionen).

–>Handelspanel.

–>Produkttest.

–>Kontaktfragen.

–>Einkommenselastizität der Nachfrage, –>Preis-Elastizität der Nachfrage.

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