–>Rabatte.
–>Divisionstechnik.
Horizontale Kooperation von Einzelhandelsunternehmen zum Zweck des gemeinsamen Einkaufs mit dem Ziel, günstigere Konditionen zu erreichen. Die Weiterentwicklung führte zu weiterer Funktionserfüllung in der Kooperation, wie Werbung, Organisation etc. (–>Verbundgruppen, –>Betriebsformen des Handels).
–>Buying Center.
Großunternehmen des Handels oder der Industrie, Beschaffungsbehörden und Einkaufsverbände kaufen professionell unter Einsatz des »einkaufspolitischen Instrumentariums« ein. Am Anfang steht eine Marktanalyse, bei der die Anbieter, deren Angebot sowie weitere Informationen beschafft und bewertet werden. Es folgt ein Vergleich der leistungsfähigsten Anbieter. Die Beschreibung der benötigten Artikel sowie eine Rangreihe der Lieferanten werden im –>Intranet dem engeren Kreis der Anbieter bekannt gemacht. Häufig gibt es auch noch Verhandlungen, insbesondere über Preise und Konditionen. Lieferanten werden am Schluss des Entscheidungsprozesses gelistet, meist zeitlich begrenzt etwa für ein Jahr. Es erfolgen dann relativ kurzfristige Abrufe, oft »just in time«. Einhaltung der Qualität und der Termine ist eine absolute Notwendigkeit und unterliegt einer permanenten Überprüfung. Im Handel wird die Nachfragemacht ausgereizt. Es werden immer mehr –>Rabatte und sonstige Leistungen, wie Regalpflege, verlangt.
Ein Zusammenschluss von Einzelhändlern, der ursprünglich das Ziel eines gemeinsamen und damit günstigeren Einkaufs über eine zentrale, gemeinsame Dachorganisation verfolgte. Die Einkaufsverbände bieten mittlerweile Handelsmarketing-Konzepte und umfassende Dienstleistungen wie Beratung bei Marketing, Betriebs- und Finanzwirtschaft, Architektur sowie dem Einsatz der Neuen Medien (–>Freiwillige Kette).
Das Einkaufsverhalten der Konsumenten resultiert aus einem Prozess, der sich als Stimulus-Organismus-Response-Modell darstellen lässt: Exogene Stimuli aus Marketing (Produkt, Preis, Distribution, Kommunikation) und Umfeld (Konjunktur, Politik, Kultur, Technologie) wirken auf den Reaktionsorganismus des Konsumenten und führen so zur Kaufentscheidung (Wahl von Produkt, Marke, Kaufstätte, Kaufzeitpunkt, Kaufmenge). In diesem Prozess können mehrere Personen verschiedene Rollen übernehmen (Initiator, Einflussnehmer, Entscheidungsträger, Käufer, Verwender).
Heterogenes Verhalten beim Kauf ermöglicht eine Gruppierung der Konsumenten in Segmente, die unterschiedliche Marketingstrategien erfordern.
Die Messung des Einkaufsverhaltens kann direkt im Rahmen einer Beobachtung der Konsumenten am –>POS oder deren Befragung unmittelbar nach dem Einkauf erfolgen. Diese Methoden eignen sich insbesondere für eine kurzfristige Marktbetrachtung.
Alternativ lässt sich das Einkaufsverhalten indirekt aus den eingescannten Einkäufen eines Haushaltspanels ermitteln. Auf diese Weise können langfristige Marktbeobachtungen durchgeführt werden, die über Trends informieren.
Nutzung von Einkaufswagen im Handel für Werbezwecke. Belegungen nach Gebieten oder Handelsketten sind dabei möglich.
Eine Ansammlung von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben, die eine sinnvolle Ergänzung des Sortiments bieten. Das Einkaufszentrum kann historisch gewachsen oder geplant sein. Die in den letzten Jahren entstandenen Einkaufszentren sind meist in Stadtzentren, in Wohn-, Gewerbe- oder Mischgebieten bzw. am Rande und außerhalb von Wohngebieten geplant worden. Sofern es sich um Einkaufszentren im Innenstadtbereich handelt, findet man große überdachte Gebäudekomplexe, Passagen und Galerien oder offene Ladenstraßen. Die in geplanten Einkaufszentren vertretenen Einzelhandelsbranchen und Dienstleistungen reichen von Lebensmitteln, Drogeriewaren, Mediamärkten, Textilien, Möbeln, Apotheken, Restaurants, Diskotheken, Kinos, Friseuren bis Massagepraxen und Ärzten. Im Einzelhandel sind auch verschiedene –>Betriebsformen des Handels vertreten.
Die Eigentümer und Träger geplanter Einkaufszentren gestalten das äußere Erscheinungsbild. Das Center Management entwickelt auf der Basis der Rahmenbedingungen (Einwohnerzahl, Kaufkraft, Konsumgewohnheiten etc.) das auf den Standort zugeschneiderte Center-Konzept mit folgenden Einzelaufgaben:
Optimaler Angebots-Mix durch die Auswahl von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben
Interne Standortzuordnung
Marketingmaßnahmen
Koordination von Gemeinschaftsaufgaben (Bewachung, Reinigung, Pflege der Außenanlagen) und Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen im Zentrum
Zurverfügungstellung von Parkplätzen und Parkleitsystemen.
Der Einklink-Effekt (Ratchet-Effekt) besagt, dass die Ausgaben für Konsumgüter bei rückläufigem Einkommen weniger stark sinken, als sie früher bei wachsendem Einkommen gestiegen sind. Dieser –>Nachfrage-Effekt ist also eine Remanenz oder Trägheitserscheinung im Bereich des privaten Konsums. Die Anpassungsträgheit der Konsumenten ist darauf zurückzuführen, dass diese ihren gewohnten Lebensstandard und die damit verknüpfte Stellung in der Gesellschaft nur sehr ungern aufgeben. Wenn das Einkommen vorübergehend sinkt, werden die Konsumausgaben nicht im gleichen Maß eingeschränkt, sondern es wird weniger gespart, das Vermögen »angezapft« und/oder es werden Schulden gemacht. Wenn das Einkommen wieder steigt, wird der Konsum nicht sofort entsprechend erhöht, sondern ein Teil des verfügbaren Einkommens wird gespart oder zur Tilgung von Schulden verwendet. Die Nachfrager müssen also mit ihrem Einkommen erst wieder in das zu große »Konsumkleid« hineinwachsen.




