Hierbei handelt es sich um einen Anzeigentest durch Beobachtung und Befragung. Es wird eine Zielgruppe definiert. Testpersonen werden in ein Studio eingeladen und in einer Wartesituation zum Lesen einer Zeitschrift mit Test-Anzeige aufgefordert. Mittels versteckter Kamera wird über einen Spiegel der Blickverlauf beim Betrachten der Anzeige gefilmt und die Betrachtungszeit ermittelt. Anschließend werden in einer Befragung die ungestützte oder gestützte Erinnerung nach Anzeigen der Warengruppe und der Marke abgefragt sowie die Erinnerung einzelner Elemente der Anzeige wie Aussage und Darstellung. Schließlich wird der Proband noch um eine Beurteilung der Anzeige gebeten. Der Test liefert eine Bewertung der Anzeige durch die Zielgruppe.

Computer Aided Selling (CAS) bedeutet »computergestütztes Verkaufen«, also sämtliche Möglichkeiten, mit dem Computer schneller oder besser zu verkaufen. Demzufolge steht CAS für viele verschiedene Anwendungen im Vertrieb. Die klassische und weitestverbreitete Anwendung ist der Einsatz von Kundendatenbanken in Verkauf und Vertrieb, häufig werden derartige Systeme deshalb auch als CAS-Systeme bezeichnet. Inhaltlich unterscheidet man folgende Kategorien, wobei die Grenzen fließend sind:
Kontaktmanagement-Software: Diese meist preisgünstigen Programme verwalten Kundenadressen, Ansprechpartner und die entsprechenden Kontakte mit diesen Personen. So kann jeder Mitarbeiter im Unternehmen erkennen, was Kollegen bereits mit einem bestimmten Kunden besprochen haben, welche Angebote der Kunde erhalten hat und welche Probleme sich abzeichnen. Der Schwerpunkt von Kontaktmanagement-Software liegt auf dem Management der vielfältigen Kundenkontakte von Unternehmen. Sie kommt besonders in kleineren Unternehmen und Vertriebsorganisationen zum Einsatz.
Vertriebsinformationssysteme/Sales Force Automation: Neben den Informationen und Kontakthistorien von Kunden beinhalten Vertriebsinformationssysteme auch die Steuerung des Vertriebs über Prioritäten und Potenziale (Opportunity-Management) sowie ein Berichtswesen. Sie sind ausgelegt auf den Einsatz in größeren Vertriebsorganisationen und bilden den Verkaufsprozess vom Erstkontakt mit dem Kunden bis zur Nachbereitung des Auftrags vollständig ab.
Neben dem Einsatz von Kundendatenbanken im Vertrieb kann der Computer auch andere Anwendungen im Verkauf finden. Die häufigsten sind:
Angebotspräsentation: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, daher setzen immer mehr Unternehmen Präsentationssysteme und Multimedia in ihrer Angebotspräsentation ein. So können schwierige Zusammenhänge leichter und überzeugender dargestellt werden. Interaktive Systeme ermöglichen außerdem das Einbeziehen des Kunden in die Präsentation.
E-learning: Das Lernen mit dialogfähigen Kommunikationssystemen spielt zunehmend eine wichtige Rolle. Schon heute informieren viele Unternehmen ihren Außendienst via neue Medien (Intranet, Business-TV, CD-ROM) über neue Produkte und deren Spezifikationen. Über den Einsatz von Bewegtbildern und Videosequenzen werden computergestützte Lernprogramme in Zukunft auch im Bereich des affektiven Lernens eingesetzt (Verkaufstraining, Persönlichkeitsentwicklung).
Konfigurationssysteme für komplexe Angebote (–>Konfigurationssysteme).
Gebietsoptimierung: Grafische Informationssysteme mit digitalisierten Landkarten erleichtern die Planung von Vertriebsgebieten und ermöglichen die gerechte Verteilung, z. B. nach dem Potenzial eines Gebietes (–>Gebietsplanung).

Ein Bereich der KI, der es Computern ermöglicht, Bilder und Videos zu ’sehen‘ und zu verstehen. Im Marketing relevant für visuelle Suche, Logo-Erkennung in Social Media oder die Analyse von Kundenreaktionen im Laden.

Ein Multivariate-Verfahren; sie ermittelt aus Gesamturteilen (Präferenzen, –>Präferenz-Strategie, –>Einstellung) den Beitrag einzelner Merkmalsausprägungen. Zur Beurteilung eines neuen Produktes werden etwa Verbrauchern Kombinationen von Ausprägungen von Produkteigenschaften in Form von Entwürfen oder Beschreibungen vorgegeben. Die Testpersonen haben diese nach der Maßgabe der Bevorzugung in eine Reihenfolge zu bringen. Im Gegensatz zu direkten und isolierten Produktbeurteilungen auf einzelnen Attributen hat CM den Vorteil, dass die Probanden Produktganzheiten beurteilen bzw. simultan (»conjoint«) Merkmalsausprägungen abwägen, bevor sie zu einem Urteil kommen (Nieschlag/Dichtl/Hörschgen).

–>Verbindungswert.

–>Kernbotschaft.

Teil der –>Public Relations und auf die Pflege der Beziehungen zum Konsumenten gerichtet. Einerseits sind sie nach außen auf Meinungsbildner, andererseits nach innen gerichtet, um das Unternehmen verbraucherbewusst zu machen.

Der moderne Begriff für Personen, die Inhalte für digitale Kanäle erstellen. Im Gegensatz zum klassischen ‚Influencer‘ liegt der Fokus hier weniger auf dem Einfluss durch Bekanntheit, sondern auf der handwerklichen Qualität und Kreativität der produzierten Medien.

Mit Content Integration ist gemeint, dass ein Werbung treibendes Unternehmen einem Werbeträger Inhalte zur Integration in seiner Website zur Verfügung stellt. Das kann beispielsweise eine Rezeptdatenbank, ein Routing-Modul oder eine Immobiliendatenbank sein. Der Werbungtreibende überlässt also dem Werbeträger Inhalte und bezahlt dafür. Durch die Überlassung der Inhalte verspricht sich der Werbungtreibende einen Imagegewinn. Durch die geschickte Integration von Content ist es auch möglich, Nutzer zur Website des Werbungtreibenden zu leiten, falls die Nutzer eine größere Informationstiefe wünschen.

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